Am Welt-AIDS-Tag wird weltweit an die Menschen erinnert, die mit HIV leben oder an den Folgen von Aids verstorben sind. Gleichzeitig rückt der Tag die Solidarität mit Betroffenen in den Mittelpunkt und macht auf bestehende Ungerechtigkeiten, Stigmatisierungen und Versorgungslücken aufmerksam. Das diesjährige Motto „Gemeinsam. Gerade jetzt.“ unterstreicht die dringende Notwendigkeit, in Zeiten globaler Unsicherheiten nicht nachzulassen – weder in der Prävention noch im Engagement für Akzeptanz, Aufklärung und medizinische Versorgung.
Auch in diesem Jahr haben wir Veranstaltungen rund um den Welt-Aids-Tag geplant. Wir möchten das Thema HIV und vor allem Leben mit HIV am 1. Dezember in den Mittelpunkt rücken, mitten unter die Gesellschaft. Sie sollen eine entstigmatisierende Wirkung auf Menschen haben. Wir bemühen uns dadurch, dass defizitäre Bild einer HIV-Infektion mit einem weniger stigmabehafteten und realistischen Bild zu ersetzen. Als ehemalige Aidshilfe sehen wir die Prävention als eine der wichtigsten Säulen der aktivistischen Arbeit.
Unser Programm zum Welt-Aids-Tag
- 30.11. um 11 Uhr: Gottesdienst zum Welt-Aids-Tag in der Liebfrauenkirche Pforzheim
- 01.12. von 11 bis 15 Uhr: HIV-Schnelltest Aktion an der Hochschule Pforzheim
- 01.12. um 20 Uhr: Film „Der geheimnisvolle Blick des Flamingos“ mit Empfang in Kooperation mit dem KoKi Pforzheim
- 05.12. von 17 bis 20 Uhr: Checkpoint bei uns in der Beratungsstelle
Zudem findet wieder die Rote-Schleifen-Aktion mit Schulen in Pforzheim, Enzkreis und Kreis Calw statt – in digitaler sowie analoger Form. Und die ganze Stadt Pforzheim setzt wieder ein Zeichen der Solidarität, denn der Sparkassenturm wird rot angestrahlt und die Aidsschleife ist zu sehen.
Unsere Forderungen zum Welt-AIDS-Tag 2025
Zum Welt-AIDS-Tag 2025 fordern wir, dass Diskriminierung gegenüber Menschen mit HIV endlich konsequent bekämpft wird. Niemand darf im Alltag oder am Arbeitsplatz aufgrund einer HIV-Infektion benachteiligt werden. Außerdem müssen Test- und Versorgungsangebote deutlich ausgebaut werden. Niedrigschwellige, anonyme und kostengünstige – idealerweise kostenfreie – Angebote sollten überall verfügbar sein. Besonders dringend ist in Pforzheim die Einrichtung einer*s HIV-Schwerpunktärzt*in. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Stärkung der Aufklärung. Wissen über HIV, Schutzmöglichkeiten und moderne Therapieformen muss zielgruppengerecht vermittelt werden, damit Mythen und Vorurteile keinen Platz mehr haben. Schließlich setzen wir uns für internationale Solidarität ein. Der weltweite Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten und medizinischer Betreuung muss auch in Zukunft gesichert bleiben.

